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Die Geschichte der Thermalquelle Neumühle

Thermalquelle in den 60er Jahren
Ausbauzeichnung aus dem Jahr 1966

In den Jahren 1960-61 wurde durch die SDAG Wismut eine Erkundungsbohrung mit der Bezeichnung 280/60 in der Nähe der Gemeinde Geilsdorf niedergebracht.
Die niedergebrachte Bohrung hat eine Gesamtteufe von 1174 m. In einer Tiefe von 771 m wurde artesisch gespanntes Wasser angetroffen. Dieses Wasser schoss mit einem Überdruck von 50 m über Gelände aus dem Bohrloch. Das warme und calcium-natriumchlorid-haltige Wasser beeinflusste die angrenzenden Vorfluter (Kemnitz-Bach, Weiße Elster) zum Teil stark. Aus diesem Grund wurde das Bohrloch bis zu einer Tiefe von 22 m mit Betonrohren und einem Packer (unterer dichter Abschluss) versehen, so dass es möglich wurde die Wassermenge zu drosseln.
In den 70er und 80er Jahren war die Thermalquelle ein bekanntes Ausflugsziel in der Region. Ab ca. 1985 versiegte die Thermalquelle allmählich und ab Anfang der 90er Jahre vollständig.

Am 12. Oktober 2003 wurde die bis dahin versiegte Thermalquelle von einem Geologen, Herrn Seidel, von einer Verstopfung im oberen Teil der Bohrung befreit. Seit diesem Tag sprudelt die Quelle mit einer fast 1,5 m hohen Fontäne. Zur besseren Regulierung des Auslaufes wurde im Dezember 2003 das provisorische Auslaufrohr durch eine neue Auslaufarmatur ersetzt. Im Oktober 2004 wurde die Thermalquelle Neumühle rekonstruiert. Dabei wurden die Quellfassung sowie ein Teil des Quellrohres erneuert.

Wegen ihres hohen Mineralgehaltes und einer Temperatur um 23 °C stellt sie heute noch ein bedeutendes Naturdenkmal dar. Die Quelle an der Neumühle ist die einzige Thermalquelle des Vogtlandes.