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Zusammenfassung 1. Europa Kongress „Kurort und Umwelt“

Die langfristige Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen und der Qualität von Kurorten kann nach Überzeugung der Tagungsteilnehmer auf dem „1. Kongress Kurort und Umwelt“ nur durch eine intakte Umwelt in ihren Einzugsgebieten realisiert werden. Einer breiteren Öffentlichkeit ist die Notwendigkeit des Schutzes von Grundwasser allgemein und von Heil- und Mineralquellen im besonderen zu vermitteln. Insbesondere Kurorte, die die Ressource Heilwasser als Grundlage haben, sind aufgerufen, dem Schutz dieser sensiblen Ressource eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dieses gilt sowohl für die angemessenen Entnahmemengen des Heilwassers als auch für den Schutz des Heilwassers vor wassergefährdenden Stoffen durch alle denkbaren Aktivitäten beim Umgang mit gefährlichen Stoffen wie Gewerbe, Landwirtschaft, Verkehr, Abfallentsorgung, Alltagstätigkeiten, aber auch durch Altlasten.

Folgende Ziele und Aufgaben sind anzustreben bzw. zu realisieren:

  • Für die Ressource Heilwasser sind rechtsfeste Schutzzonen auf der Basis der jeweils fachlichen Bedingungen festzusetzen. Die Schutzzonen sollten mit Restriktionen für Aktivitäten der verschiedenen Arten versehen werden.

  • Zur Sicherung der Ressource Heilwasser sind einheitliche Standards auf europäischer Ebene weiter zu entwickeln und zu realisieren. Hierbei sind die klimatologischen Veränderungen zu berücksichtigen.

  • Angesichts der Tatsache, dass die wasserrelevanten Randbedingungen im Zusammenspiel von Kurort und Umwelt noch nicht konsequent entwickelt sind, sind fachliche Vorarbeiten bei der Ausweisung von Schutzzonen für Heilwässer systematisch durchzuführen.

  • Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur integrativen Entwicklung von Regionen mit Kurbetrieben, Gewerbe, Landwirtschaft, Verkehr, Siedlung und anderweitigen Aktivitäten. Diese soll dazu dienen, Monostrukturen und damit Entwicklungen für eine Region zu vermeiden. Hierzu sind Entscheidungssysteme zu entwickeln und anzuwenden, um Transparenz für die Entscheidungsfindungen zu bekommen.

  • Entwicklung einer Strategie zur Vermeidung und zur Lösung von Nutzungskonflikten am Wasser und in der Region.

  • Berücksichtigung einer Qualitätsbewertung „Kurort und Umwelt“ als integraler Bestandteil einer QM-Zertifizierung, die in regelmäßigen Abständen fremdüberwacht erneuert werden muss. In dem Zertifizierungsprozess sind die umweltrelevanten Aspekte auf den Prüfstand zu bringen. Grundlage für die fachliche Überprüfung sind u.a. die Begriffsbestimmungen des Bäderverbandes. Es wird empfohlen, die fachlichen Grundlagen für die Qualitätsbewertung „Kurort und Umwelt“ in die Begriffsbestimmungen aufzunehmen.

  • Systematische Öffentlichkeitsarbeit der Kurorte - dabei sollte die Basis ihrer Kurtätigkeiten - nämlich die Quellen - ins Zentrum ihrer Öffentlichkeitsarbeit gestellt werden.